Ein Wasserbild symbolisiert den Wasserfluss in den Leitungen

Warum enthalten alle Wasser-Durchfluss-Angaben einen Toleranzwert?

Was ist der Wasserdurchfluss?

Die Menge Wasser, die aus einer Dusche oder einem Wasserhahn fliesst, nennt sich:

  • Wasser-Durchfluss
  • Literleistung
  • Flussmenge
  • Durchflussmenge
  • oder Volumenstrom – und gewiss gibts noch ein paar andere Bezeichnungen.

In Ländern mit metrischem System gilt für Wasserhähne und Duschen meist die Einheit «Liter pro Minute», abgekürzt: «l/min». In den USA gilt entsprechend «Gallone pro Minute» oder «gpm». 


Wovon hängt dieser Wasser-Durchfluss ab?

Diese 3 Faktoren bestimmen die Literleistung:
  • der Durchmesser des Wasser-Rohrs:
    Der Rohr-Durchmesser eines Badewannen-Hahns zum Beispiel ist viel grösser als der eines Lavabos, damit so viel Wasser wie möglich in kurzer Zeit die Wanne füllt.
  • die Armatur:
    Je nach Alter und Bauweise liefern Armaturen und ihre Endstücke wie Duschbrausen und Strahlregler unterschiedliche Literleistungen.
  • der Wasserleitungsdruck:
    Dieser Leitungsdruck ist für sanitäre Installationen üblicherweise etwa 3 «bar». Er kann jedoch:
    • höher oder tiefer sein je nach Gegend oder Pumpleistung,
    • ausserdem kann er schwanken je nach Tageszeit, Pumpenleistungen oder Duschgewohnheit der Nachbarschaft.

Warum ist die Durchfluss-Angabe eines Sanitärproduktes nicht präzise?

Die Literleistung von Duschköpfen oder Strahlreglern sind für den üblichen 3-bar-Wasserleitungsdruck berechnet und gebaut.

Der genaue Leitungsdruck der Installationen, in die sie eingebaut werden ist nicht bekannt, ebensowenig die Druck-Schwankungen.

Deshalb gilt für alle Literleistungen genau genommen eine Toleranz von 5-15% über oder unter der Literangabe. Zum Beispiel: eine Duschbrause mit 7,8 l/min ergibt mit einer 15%-Toleranz: 6,6 oder 9 l/min.

Warum ist der Toleranzwert bei der Literangabe eines Duschkopfs so gross?

Die Toleranz hängt von der Wasserspartechnik ab:


Nicht zu verwechseln:
  • Durchflussbegrenzung und
  • Durchflussbegrenzung mit Konstanthaltung

Technik 1) Durchflussbegrenzung

Hierbei wird der Durchmesser zum Beispiel im Duschkopf verengt, damit weniger Wasser eintritt, zum Beispiel 7,8 Liter bei einem Duschkopf – bei Standard-Leitungsdruck (3 bar).
  • Ist der Leitungsdruck höher als der Standard, fliesst mehr Wasser durch, in diesem Fall: 7,8 l/min plus 15% ergibt etwa 9 Liter pro Minute. 
  • Ist der Leitungsdruck tiefer, zum Beispiel im 5. Stock eines Altbaus, kann die gleiche Brause unter 7 Liter pro Minute liefern

Technik 2) Durchflussbegrenzung mit Konstanthaltung

Auch bei dieser Wasserspartechnik wird der Durchmesser verengt: Zum Beispiel bei einem Strahlregler für den Wasserhahn, damit von sonst etwa 15 Litern nur noch 5 l/min Wasser aus dem Hahn fliessen – bei üblichem Leitungsdruck.

Zusätzlich sorgt die «Konstanthaltung» dafür, dass der Wasserdruck – und damit die Durchflussmenge – immer gleich bleibt:

  • egal, wie hoch der Leitungsdruck ist,
  • egal wie viel Sie den Hahn – ab einer Vierteldrehung – öffnen.



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